Und er blieb seinem Vorsatz treu. Wann immer es möglich war, schaute er den Experten im Betrieb seines Vaters über die Schulter: „Die großen Jungs zeigten mir alles“. Später half er nach der Schule oder an Wochenenden im Laden seines Vaters, um sein Taschengeld aufzubessern. Dabei lernte er das Business kennen, und mit 23 Jahren schloss er eine qualifizierte Optikerausbildung ab.

Aber bald brachte ihm seine Windsurfer-Karriere die Zerstreuung, die er sich gewünscht hatte. Jahrelang arbeitete er in Robinson Clubs überall auf der Welt als Surflehrer. Für F2 testete er Surfbretter in Südafrika und er nahm an internationalen Wettkämpfen teil, wurde Zweiter in einer Europa-Ausscheidung. Nach seinem letzten Sieg im Roten Meer erkannte er, dass es an der Zeit war, neue Ziele ins Auge zu fassen. „Ich war Mitte dreißig, ein beträchtliches Alter in der Windsurf-Szene. Ich wollte meine Karriere auf dem Höhepunkt beenden und der neuen Generation Platz machen. Es war der richtige Moment, voll und ganz in meinen Beruf zurückzukehren“, erzählt Georg.

Bis heute steht Georg für den gleichen beruflichen Ethos, den er in Japan kennengelernt hat. Viele seiner Stammkunden wissen diesen zu schätzen. „Menschen aus der ganzen Welt kommen immer wieder, sie warten auf ihren nächsten Ibizaurlaub, um ihren Augen Gutes zu tun. Das ist sehr befriedigend“, erzählt Georg. Ebenso wie sein Vater fühlt er sich sehr mit seinem Beruf verbunden, und er legt Wert auf den speziellen Service. Das dankt man ihm. Kommt hinzu, dass Kunden für Georg nicht einfach nur Kunden sind, für ihn zählt immer der persönliche Bezug, dazu gehört, sich beispielsweise an ihre Namen und Lebensgeschichten zu erinnern. Und auch hinsichtlich der optischen Spezialgeräte hält Georg seinen Betrieb immer auf dem neuesten technischen Stand. Alle Geräte, mit denen Augen getestet oder Linsen gepflegt werden, wechselt er alle zwei Jahre aus. Wobei er immer den neuesten technologischen Trends folgt.

Was mit einem kleinen Loch oder einer Träne in der Retina beginne, könne beispielsweise zu einer Netzhautablösung und letztendlich zum Sehverlust führen. Die gute Nachricht ist, dass man viele dieser Erkrankungen nur mit Injektionen oder Zusatzmineralien bekämpfen kann, sofern man sie frühzeitig erkennt. Georg, der oft von Privatpatienten konsultiert wird, hält die Preise bewusst im Rahmen. „Wenn es um die Gesundheit geht, ist Prävention immer besser als spätere langwierige Behandlungen. Das ist unsere Hauptmotivation“, resümiert er. •
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