Totale Blindheit kann dank eines großen wissenschaftlichen Fortschritts namens 'das bionische Auge' der Vergangenheit angehören. Der Schlüssel dieses revolutionären Systems ist der Prozess der 'Optogenetik', der die normale Art und Weise umgeht, wie das Gehirn Sehen erzeugt. Normalerweise nimmt das Auge Licht von außen auf und die Fotorezeptoren im Auge wandeln dieses Licht in elektrische Impulse um, die an das Gehirn gesendet werden. Das Gehirn kombiniert dann dieses Signal mit dem, was es im Gedächtnis hat, und erzeugt das Bild, das Sie 'sehen'.
Das 'bionische Auge' funktioniert für Personen, die dieses normale Sehsystem nicht haben. Zunächst werden eine Reihe kleiner Elektrodenplatten mit Elektroden gefüllt, die in das Gehirn des Benutzers implantiert werden. Eine Kamera, montiert an einer Brille, nimmt das Licht von dem auf, was gesehen wird, und überträgt diese Information an einen vom Benutzer getragenen Taschenprozessor. Dieses Gerät stimuliert die Elektroden in den implantierten Platten, die Lichtblitze erzeugen. Diese Lichtpunkte ähneln den Pixeln, die Sie auf Ihrem Computer sehen, und die Pixel erzeugen ein Bild für den Benutzer.
Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Platten etwa 500 Pixel liefern, und das reicht aus, um ein einfaches Bild zu erzeugen, etwas schwächer als das Bild, das ein normales Auge erzeugen kann, aber genug, um die Grundelemente des Sehens für Menschen wiederherzustellen, die zuvor blind waren. 'Der Prozessor ist wie ein Zeichner', sagte der Technologieentwickler Arthur Lowery. 'Er muss eine komplexe Situation mit minimalen Informationen darstellen. Wenn alles planmäßig verläuft, werden blinde Freiwillige mit einem ungefähren Sehsinn aufwachen.' Die ersten Operationen zur Erprobung bionischer Linsen an Menschen begannen Ende 2016.