Könnt Ihr Euch vorstellen, dass es etwas gibt, das bis auf ein milliardstel Grad akkurat ist? Dieses Maß an Genauigkeit war erforderlich, um das Universum formen zu können. Wäre die Expansion eine milliardstel Sekunde langsamer vonstatten gegangen, wäre das Universum letztendlich in sich zusammengefallen. Wäre sie eine milliardstel Sekunde schneller gewesen, hätte sich alles so rasant aufgelöst, dass nur kalte, verdünnte Gase entstanden wären. Selbst die geringste Abweichung bei einem der multiplen Faktoren hätte dafür gesorgt, dass das Universum – so wie wir es kennen – nicht existieren würde. Damit sich aus einer Explosion im Raum ein derart komplexes System erfolgreich entwickeln kann, ist mehr als nur blindes Glück erforderlich. Der Mathematiker und Physiker Fred Hoyle verglich die Möglichkeit, dass das Leben zufällig durch den Urknall entstanden sein könnte, mit der Wahrscheinlichkeit, dass ein Hurrikan, der über einen Schrottplatz fegt, aus den herumwirbelnden Teilen ein Flugzeug konstruiert.

Vielleicht können wir die Schöpfung des Universums besser verstehen, wenn wir Wissenschaft und Spiritualität miteinander verflechten. Um zu sehen, wie das funktioniert, lasst uns mal rein hypothetisch davon ausgehen, dass es tatsächlich einen Urknall gegeben hat. Diese Annahme wirft sofort eine sehr einfache Frage auf: „Was existierte vor dieser großen Explosion?” Wenn das gesamte materielle Universum durch den Urknall entstanden sein soll, muss es zuvor eine Art immaterieller Existenz gegeben haben. Aus dieser immateriellen Quelle – aus diesem Nichts (no-thing) … wurde das gesamte Universum erschaffen … also alles (every-thing). Wie ging das vor sich? Konventionelle Wissenschaftler haben keine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage, einige ihrer risikofreudigeren Kollegen schon. Die italienische Physikerin Paola Zizzi beispielsweise entwickelte eine Theorie, die „Big Wow” genannt wird. Laut Zizzi sind wir nicht das Resultat eines zufälligen materiellen Prozesses, sie ist davon überzeugt, dass es eine Art „Gedanken” gegeben haben muss. Sie stellt sich ein „Feld intelligenten Bewusstseins” vor, das die „Idee” unseres Universums kreierte. Und diese „Idee” war von Informationen durchdrungen, durch die das Universum schließlich erschaffen wurde.
Dieses „Feld” ist dem Konzept „Einheit” (Oneness) sehr ähnlich, das von Mystikern und Weisen im Laufe unserer Geschichte propagiert wurde. Führende Wissenschaftler erforschen diese Theorie nun. Bisher fanden sie heraus, dass wir alle durch dieses Bewusstseinsfeld mit allem im Universum verbunden sind. Dies wiederum bedeutet, dass das, was eine einzelne Sache beeinflusst, auch alles andere beeinflusst … und alles was dich beeinflusst, beeinflusst auch mich. Diese Entdeckung hat enorme Auswirkungen, denn sie eröffnet unserem Geist neue Wege des Denkens und Seins. Zu wissen, dass wir alle miteinander verbunden sind, weckt unser wahres Mitgefühl und unsere Kooperationsbereitschaft.
Zu verstehen, dass wir eins sind mit der Quelle des Universums, lässt uns erkennen, dass wir Teil eines beeindruckenden, unendlichen kreativen Prozesses sind. Akzeptieren wir diese Rolle des Co-Schöpfers, können wir eine neue Menschheitsgeschichte schreiben … eine bessere Geschichte, denn unser Herz weiß, dass es möglich ist und zu einem neuen Anfang führen kann. •
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