Minihäuser (Tiny Houses): Die Tiny Houses-Bewegung, eine soziale Bewegung, bei der Menschen ihren Lebensraum reduzieren, findet immer mehr Anhänger. Sarah Susanka, eine amerikanische Architektin mit englischen Wurzeln, rief diese Bewegung ins Leben. Sie ist Autorin von neun Bestsellern, in denen sie sich mit dieser „Not So Big“-Philosophie der Wohnarchitektur beschäftigt. Ziel ist es, „nicht größer, sondern besser zu bauen“. Ein Minihaus kann eigentlich alles sein, von einer Blockhütte auf Rädern über eine Hobbit-Unterkunft, die sich am Berghang versteckt, bishin zu einer Glasstruktur, die sich harmonisch in die Natur fügt. Ein Paradebeispiel der Minihaus-Bewegung, das von Unterstützern dieser Bewegung gerne erwähnt wird, ist das Haus von Noel Higgins in Irland. In weniger als zwei Monaten beendete Noel dieses meisterlich konstruierte Holzhaus auf Rädern, das 4,87 m mal 2,43 m groß ist und nur läppische 6000 Euro kostete. Die Baukosten für Minihäuser sind niedrig, zudem erfordern sie wenig Wartung und Planung. Grundsätzlich geht es darum, sich generell zu verkleinern und dem Massenkonsum zu entkommen. „Wenn man auf kleinem Raum lebt, bist du gezwungen, genau darüber nachzudenken, was du wirklich brauchst und was nicht“, verrät der stolze Hausbesitzer.
Schiffscontainer ermöglichen ein besonders sparsames und kompaktes Leben. Weltweit gewinnen sie immer mehr an Popularität. Nur ein Beispiel: Eine dieser Container-Städte befindet sich in der Werft „Trinity Buoy Wharf“ im Osten Londons. Hier lebt eine stetig wachsende Kommune, die sowohl aus Ortsansässigen als aus Büroangestellten besteht. Ein Container ist ca. 6 m lang und er ist auf einer Fläche von 45 Quadratmetern aufgestellt. Da Container aufgrund ihrer Form gut gestapelt oder aneinander gereiht werden können, kann man sie auch leicht auf verschiedenen Ebenen installieren. Wem es an Heimwerker-Talent mangelt, muss sich nicht sorgen, denn es gibt überall in Europa, Großbritannien und den USA Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, die Container an die Bedürfnisse des jeweiligen Käufers anzupassen. Sie bauen Fenster, Türen und Böden ein.

Earthships: Eine umweltfreundliche Baumethode, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. In den 1970ern entwarf der Amerikaner Michael Reynolds das erste Earthship-Gebäude, dabei folgte er seiner Vision, Zivilisationsmüll zu nutzen und den Energiekonsum zu reduzieren. Ein Earthship-Haus wird normalerweise aus alten Reifen, Flaschen, Dosen oder langlebigen Altmetallen gebaut, die man auf der Müllkippe findet. Viele Besitzer eines Earthship-Hauses gehen sogar noch einen Schritt weiter, indem sie Innengärten anlegen, um ihr eigenes Gemüse zu ziehen. Heutzutage gibt es nicht nur Einfamilien-Earthships, sondern auch Mehrfamilien-Earthships oder ganze Wohnkomplexe.
Glashäuser: Es war ein Argentinier, der die Nutzung von Glasflaschen in der Architektur perfektionierte. Sein Haus konstruierte er aus 6 Millionen leeren Flaschen, die von Freunden und der lokalen Bevölkerung in einer Zeitspanne von 19 Jahren gesammelt wurden. Aus ihnen konstruierte Tito Ingenieri ein beachtliches Gebäude aus Flaschen und Beton, lichtfurchflutet, luftig und in harmonischem Einklang mit der Umgebung. Ein Beispiel dieser genialen und umweltfreundlichen Architektur, allerdings in kleinerem Format, kann man übrigens auf dem Gelände der Greenheart-Bewegung auf Ibiza bewundern. Über seine Behausung sagte Tito: „Es gehört nicht mir, sondern auch allen anderen Stadtbewohnern. Man bezeichnet es als Öko-Haus, da es aus Flaschen entstanden ist, die auf der Straße gesammelt wurden. Und nun sind die Straßen sauber.“

Modulhäuser: Wer nach einer kosteneffektiven und überzeugenden Hausvariante sucht, sollte einen zweiten Blick auf Modulhäuser werfen. Sie ähneln den Fertighäusern vergangener Epochen. Viele spezialisierte Firmen bieten ansprechende, moderne und leicht kombinierbare Fertigteile mit diversen umweltfreundlichen Funktionen. Auch gibt es kleinere Module für Gästehäuser oder Außenbüros. Umweltfreundliche Modulhäuser verbrauchen weniger Energie beim Heizen oder Kühlen, da sie bescheidene Ausmaße haben und der Raum optimal genutzt wird. Und da alle Bauteile so gefertigt werden, dass sie nahtlos zusammenpassen, kann durch diese Modulhäuser die Verschwendung von Baumaterialien minimiert werden. •
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