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3D-Drucker, die Holzhäuser bauen

15 Dec 2024 373 Share
An der Universität von Maine (USA) nutzt einer der weltweit größten 3D-Drucker Sägespäne aus der Holzindustrie des Bundesstaates, um stilvolle Blockhütten zu erstellen. Die Maschine ist in der Lage, die Wände, Böden und das Dach eines 55 m² großen Hauses in nur 48 Stunden zu erstellen. Das Verfahren beginnt mit der Umwandlung des Sägemehls in ein 3D-druckbares Baumaterial, dem ein Biokunststoffbindemittel auf Maisbasis hinzugefügt wird, um es zusammenzuhalten. Während des Druckvorgangs wird das Biomaterial aus Sägespänen geschichtet, um den Eindruck von Massivholz zu vermitteln. Der Umfang des Projekts erforderte den Bau des seinerzeit größten Polymer-3D-Druckers der Welt. Das Sägemehlgemisch wird durch den Drucker geleitet, um dieses „BioHome“ in vier großen Modulen zu erstellen. Die Module werden dann zu einem schönen fertigen Haus mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad zusammengesetzt. Die Leitungen für die Verkabelung und die Sanitäranlagen werden in die Konstruktion integriert und später hinzugefügt. Das Haus sieht von außen attraktiv aus, und das Innere hat ein „modernes skandinavisches“ Designgefühl.
Dies steht im Gegensatz zu gedruckten Häusern aus Beton, die eher quadratisch und grau sind. Der Projektleiter weist darauf hin, dass „beim 3D-Druck mit Beton nur die Wände entstehen. Unser Ansatz ist ganz anders, denn wir drucken sowohl die Außen- als auch die Innenflächen mit ihrem eigenen Stil und ihrer eigenen Textur. Der erste Prototyp wurde im November 2022 fertiggestellt und sofort in einem sehr strengen Winter getestet. Das Haus hielt Temperaturen von bis zu -42,7 Grad Celsius sowie starkem Schneefall, Stürmen und starkem Regen problemlos stand. Damit war der Grundstein für eine kommerzielle Konstruktion in größerem Maßstab gelegt. Die voraussichtlichen Kosten für eines dieser Häuser betragen nur etwa 40.000 Euro. Ein Hauptgrund für den niedrigen Preis ist, dass die Sägespäne und der Biokunststoff, aus denen die Struktur besteht, sehr preiswert sind. Darüber hinaus werden durch den 3D-Druck die meisten Arbeitskosten des normalen Hausbaus eingespart. „Diese Häuser sind außerdem vollständig recycelbar und ihr Design steht im Einklang mit der natürlichen Umgebung“, sagt der Direktor. „Sie sind super isoliert und sparsam, aber am Ende des Tages sehen sie auch noch richtig gut aus.“

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