This website uses our own cookies to collect information in order to improve our services, and to analyse users' browsing habits. Your continued use of this website constitutes acceptance of the installation of these cookies. The user has the option of configuring their browser in order to prevent cookies from being installed on their hard drive, although they must keep in mind that doing so may cause difficulties in their use of the webpage.
La UNESCO (ONU) hat ein Programm namens "Biosphärenreservate", das schützt gefährdete Ökosysteme auf der ganzen Welt. Diese Reservate bieten Schutz und internationale Anerkennung für wichtige natürliche Lebensräume, die für die Aufrechterhaltung unserer Biosphäre, das weltweite Netz des Lebens, wesentlich sind. Die UNESCO hat kürzlich ein Reservat geschaffen, das das Gebiet von drei europäischen Flüssen umfasst: die Donau, die Mur und die Drau. Es handelt sich um ein "grenzüberschreitendes" Reservat, da es die Grenzen von fünf Nationen umfasst: Kroatien, Serbien, Ungarn, Österreich und Slowenien. Das grenzüberschreitende Mura-Drava-Donau-Reservat (MDD) umfasst 300.000 Hektar unberührter Natur sowie zusätzliche 700.000 Hektar Übergangs- und Pufferzonen. In den Übergangszonen gibt es eine Anzahl von Bewohnern, darunter kleine Dörfer, Ökotourismusunternehmen und Landwirtschaft; die Pufferzonen bestehen aus unberührten Naturmikrosystemen wie Feuchtgebieten, Fischteichen und Seen. "Es handelt sich um die wertvollste verbundene Flusslandschaft in Mitteleuropa", so der World Wide Fund for Nature (WWF). Kein Wunder, dass es als der "Amazonas Europas" bezeichnet wird. Die Samen dieses Projekts wurden 2009 gesät, als Kroatien und Ungarn eine gemeinsame Erklärung unterzeichneten, in der sie ihren Wunsch bekundeten, teilzunehmen. Zwei Jahre später schlossen sich ihnen Serbien, Slowenien und Österreich an und gemeinsam haben sie das erste Biosphärenreservat geschaffen, das die Grenzen so vieler Nationen überschreitet. Der WWF und die UN betrachten dies als Meilenstein im Potenzial der internationalen Zusammenarbeit zur Erhaltung unseres natürlichen Erbes.