Javier, der auf Ibiza geboren wurde und hier aufgewachsen ist, hatte die Idee für dieses Bier, das den Namen Payesa trägt, die spanische Version der ibizenkischen „Pagesa” (Bäuerin). Er vereinte seinen Sinn für Gastlichkeit, seine Leidenschaft fürs Bier, seine Liebe zur Insel und die Freude an der Kundenzufriedenheit, um ein nicht industrielles Bier zu entwickeln, das auch den Gaumen der anspruchsvollen Biertrinker befriedigen sollte. Deshalb kontaktierte er einen preisgekrönten Bierbrauer auf dem Festland, bald hielt er den Prototyp in Händen, und er entsprach ganz genau den Vorstellungen dieses handwerklich hergestellten Gerstensaftes, den er so gerne auf der Insel anbieten wollte.
Das Konzept stand im Winter 2012, die erste Lieferung mit etwa 6000 Flaschen kam 2013, die Auslieferung erledigte er selbst. Obwohl sein Eifer und seine Leidenschaft seinem Einmann-Unternehmen sehr zuträglich waren, war Javier doch sehr froh, als ein guter Freund aus der Schweiz schließlich sein Versprechen einlöste und auf die Insel übersiedelte. Javier hatte Alexander während seines 10-jährigen Aufenthalts in Zürich kennengelernt und die Beiden hatten sich versprochen, dass sie eines Tages zusammen arbeiten würden. Nun war der Tag gekommen. Alexander, ein studierter Architekt, ließ sich nicht zweimal bitten, als man ihm den vorübergehenden Karrierewechsel anbot. Sofort hatte er das Potential des Produktes erkannt, gerne sprang er auf den Zug auf. Unter der Voraussetzung, dass sie seinen neuen Freund Alfonso als Marketingdirektor mit ins Boot nahmen.
Alfonso, der eigentlich aus Sevilla kommt, ist nicht einfach irgendein Marketingdirektor. Er hatte gerade vier Jahre für die mächtige Palladium Hotel Gruppe gearbeitet, und zuvor war er weltweit für das Unternehmen Cadbury Schweppes tätig gewesen. Zweifelsohne hatten sie einen Haupttreffer mit ihm gelandet. Und glücklicherweise hatte Alfonso sich schon lange danach gesehnt, in Eigenverantwortung zu arbeiten. In einem kleineren, angenehmen Rahmen, jenseits der Zwänge eines großen Firmenkonzerns. „Ich habe das Potential des Produktes und das meiner beiden Partner sofort erkannt, und war glücklich, mit von der Partie zu sein. Ich liebe das Produkt und ich wusste sofort, dass ich mein Herz und meine Seele einbringen konnte. Zudem habe ich Spaß daran, mein gesamtes Know-How in eine Marke zu investieren, welche die wahre Essenz der Insel in die Welt trägt.“
Zusammen katapultierte das effiziente Dreigespann Javiers bescheidene Anfangsoperationen von 2013 ins aktuelle Geschäftsleben. Im April präsentierten sie ihre Marke, natürlich nach wie vor auf der Basis des Originalrezeptes und der Idee, ein Bier anzubieten, das auf nicht industrielle Weise gebraut wird. Das Payesa-Bier hat einen leichten, aber vollmundigen und natürlichen Geschmack, mit einem „Aroma von Getreide, Kräutern, trockenen Früchten und Karamell“. Aber am überzeugendsten ist der Ethos, der sich hinter der Marke verbirgt: Das gesamte Wasser, das für das Bier verwendet wird, kommt aus einer Quelle in Sant Rafel. Dieses Wasser unterliegt einem chemiefreien Filterungsprozess, der von einem Familienbetrieb im traditionellen Stil durchgeführt wird, wie vor Urzeiten.

Dabei geht es ihnen nicht nur darum, die Produkte der Insel zu ehren, sie möchten auch den Menschen und den Traditionen der Insel ihren Respekt zollen. Bei ihrer Markteinführung haben sie darauf geachtet, Live-Events einzubeziehen, bei denen sie ihre Marke präsentieren. Im schönsten ibizenkischen Stil. Dies betrifft die Aufmachung, die Kunst, die Trachten und die Musik. „Payesa steht für alles, was Ibiza ausmacht. Unsere Marke soll die Essenz und die Traditionen der Insel repräsentieren, bereichert durch einen geschmackvollen modernen Touch.“ Und auch hinsichtlich des Marketings achten sie auf ihre Vorgaben. Das Logo wurde von einem lokalen Künstler gestaltet und alle Kunden sind eingeladen, sich an ihrer „Made of Ibiza-Kampagne“ zu beteiligen. Twittern Sie einfach Ihre Erlebnisse mit einer Flasche Payesa (oder einem Karton-Bild) vor einem Ibiza-Hintergrund. Die besten Ideen werden monatlich mit Preisen ausgezeichnet.
Und das Unternehmer-Trio will sein Geld dort investieren, wo sie es verdienen. „Wir leben auf Ibiza, weil wir die Insel lieben. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Dinge, die wir schätzen, für die Zukunft zu erhalten.“ Aufgrund dessen haben sie bisher Gelder für die Organisation der Bio-Landwirte gesammelt, indem sie ein Kunstwerk des heimischen Graffiti-Künstlers Jerom verkauften, das eine „Payesa“ zum Motto hat. Zudem unterstützen sie die Allianz Mar Blava, die zurzeit mit all ihrer Kraft versucht, die Balearen vor den Interessen der Mineralölkonzerne zu schützen. Intention, Innovation, Integrität – die drei I’s des Ibiza-Business. Alles da, und auf korrekte Art miteinander vereint… •
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