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Eine neue Bedrohung durch Ölbohrungen auf Ibiza

Von Jerry Brownstein
1 Jun 2018 10 Share
Vor nur wenigen Jahren erhoben sich die Menschen auf Ibiza gegen Pläne zur Öl- und Gasbohrung in den Meeren in der Nähe unserer Insel. Am Ende siegten die massiven öffentlichen Demonstrationen, die massiven Unterschriftenaktionen und die unermüdliche Arbeit von Alianza Mar Blava und anderen Organisationen, und die Erkundung wurde abgebrochen. Aber wie in einem schlechten Horrorfilm, in dem das Monster, von dem du dachtest, es sei tot, wieder erwacht, ist der Geist der neuen Öl- und Gasprospektion in der Nähe von Ibiza erneut sehr real. Diesmal nutzen Ölgesellschaften eine Lücke in den Umweltgesetzen, um unter dem Deckmantel von etwas namens MedSalt-2 in unsere Gewässer einzudringen.

Wenn ein Unternehmen potenziell gefährliche Unterwasserakustiktests zu kommerziellen Zwecken durchführen möchte, muss es eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung vorlegen. Dies war der Fall beim letzten Bohrversuch, und nachdem die Studie abgelehnt wurde, wurde entschieden, dass die Erkundung für das Meeresleben zu gefährlich ist, um fortzufahren. Wenn jedoch die Unterwassererkundung für wissenschaftliche Zwecke ist, muss das Unternehmen nur eine sehr vereinfachte Umweltverträglichkeitsprüfung vorlegen. Dieses Mal wollen sie also vorgeben, dass es sich um eine rein wissenschaftliche Studie handelt, damit die Regierung ihnen erlaubt, genau das zu tun, was sie zuvor tun wollten.

Das MedSalt-2-Projekt plant, die gleichen Arten von akustischen Tests durchzuführen, die von den Ölgesellschaften beim ersten Mal vorgeschlagen wurden. Es wurde bereits festgestellt, dass diese Tests eine ernsthafte Bedrohung für das Meeresleben darstellen. Der Umweltschutzstandard wurde jedoch durch diesen Trick, die Studie wissenschaftlich zu nennen, gesenkt. Offensichtlich unterstützen einige Ölgesellschaften dieses Projekt, und wenn Öl und Gas entdeckt werden, werden sie alles tun, um mit der Bohrung zu beginnen. Also, was können wir tun? Die Frist für Proteste lief am 18. Mai ab, aber Mar Blava hat eine Fristverlängerung von 30 Tagen erreicht, sodass es noch Zeit gibt, die Regierung zu drängen, diese Verletzung unseres Umweltschutzes zu stoppen. Bis zum 21. Mai wurden bereits 25.000 Petitionen eingereicht, also sorge dafür, dass deine Stimme gehört wird. Ibiza sagt Nein!
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