Archäologen aus Australien haben die hochmoderne Technologie der Luft-LiDAR-Scans genutzt, um Städte zwischen 900 und 1400 Jahren unter dem Boden des Regenwalds in der Nähe von Angkor Wat in Kambodscha zu entdecken. Dies ist eine der wichtigsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahre, und Experten glauben, dass diese Städte mit hoher Bevölkerungsdichte das größte Reich auf der Erde im 12. Jahrhundert gewesen sein könnten. Dr. Damian Evans war der Hauptforscher dieses Projekts, und seine Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Journal of Archaeological Science veröffentlicht.Die neuen Städte wurden mit einem 'LiDAR-System' entdeckt, das den Laser vom Hubschrauber aus auf den Boden abfeuert, um extrem detaillierte Bilder unterhalb der Erdoberfläche zu erzeugen. Der Luft-LiDAR-Scanner ist auf einer Plattform für Hubschrauber installiert und durchläuft das Gelände während der Flüge mit mehr als 16 Laserstrahlen pro Quadratmeter. Die Zeit, die der Laser benötigt, um zum Sensor zurückzukehren, bestimmt die Höhe jedes einzelnen Datenpunkts. Die heruntergeladenen LiDAR-Daten werden verwendet, um ein 3D-Modell der Region zu erstellen, das dann den Archäologen zur Analyse übermittelt wird. Dies war die umfassendste Luftstudie, die jemals von einem archäologischen Projekt durchgeführt wurde und umfasste 1.900 km².Die Ruinen des Tempels von Angkor sind eine der Haupttouristenattraktionen der Welt, mit der Hauptstadt Angkor Wat. Lange Zeit wurde angenommen, dass dies möglicherweise die größte städtische Siedlung vor der industriellen Revolution gewesen sein könnte, aber für diese Theorie gab es keine Beweise. Dr. Peter Sharrock von der University of London hat seit Jahrzehnten eine Beziehung zu Kambodscha und sagt, dass diese Funde „erstmals klare Daten über die dichten Bevölkerungen in den umliegenden alten jemerschen Tempeln zeigen. Dieses städtische und ländliche Landschaftsbild, verbunden durch Straßen- und Kanalnetze, scheint nun das größte Reich auf der Erde im 12. Jahrhundert dargestellt zu haben.“